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Schwäbischer Albverein e.V.
Ortsgruppe Riedlingen
 

Wanderwoche 2006 im Wipptal/Tirol
vom 01. bis 08. Juli 2006
mit Standquartier im Hotel "Tirolerhof" in Trins/Gschnitztal

Die Teilnehmer konnten eine interessante Wanderwoche der Ortsgruppe Riedlingen des Schwäbischen Albvereins e.V. bei idealem Wetter und zur schönsten Blüte der Bergwiesen in der vielen Teilnehmern unbekannten Region Wipptal/Tirol verbringen. Die Region Wipptal umfasst das Gebiet von Innsbruck bis zum Brenner mit den Tälern der Sill (Wipptal), Sellraintal, Stubaital, Gschnitztal, Obernbergtal, Navistal, Schmirntal und Valser Tal.
Am Samstag erfolgte die Anreise über die Autobahn 7 Memmingen - Füssen und Fernpass wo am Fernsteinsee die Mittagsrast eingelegt wurde. Über Innsbruck und die Brennerbundesstraße durch das Wipptal erfolgte in Steinach am Brenner die Abzweigung in das Gschnitztal, wo in Trins (1235 m) unser Standquartier "Tirolerhof" beheimatet ist. An diesem Tag wurde unsere "Heimat" für die nächsten sieben Tage in Augenschein genommen.
Der Sonntag wurde für eine kurze Wanderung zum "Einlaufen" genutzt. Die Strecke führte von Gschnitz (1242 m) über den Wanderweg 52 zur Kapelle St. Magdalena (1666 m) und zurück nach Gschnitz-Stauden, wo der Omnibus bereits wartete. Die guten Geher machten sich entlang des Gschnitzbaches auf den "Heimweg" nach Trins.
Am Montag fand, was die Höhenmeter angeht, die größte Tour statt. Der Omnibus setzte die Gruppe an der Straße von Mühlbachl nach Maria Waldrast auf ca. 1500 m ab. Dem Wanderweg durch das Lange Tal folgend stieg die Gruppe zur Blaserhütte in 2176 m auf. Wer wollte konnte noch den Blaser mit 2241 m "erklimmen". Der Wanderweg führte dann mit der Bezeichnung 31 bzw. 31 A mit ca. 1.000 Höhenmeter über die Barbara-Kapelle direkt nach Trins. Eine Augenweide war diese Wanderung für den Blumenfreund angesichts der zigtausenden von unterschiedlichen Blumen einschließlich des Edelweißes. Diese Blumenpracht begegnete uns jeden Tag aufs Neue.
Der Dienstag war nach der Anstrengung "Blaser" der Tag mit einem etwas gemütlicheren Programm mit Ausnahme eines Teilnehmers. Dieser nutzte das Angebot des Tourismusverbandes mit einer geführten Wanderung auf die Hammerspitze. Die Tour führte von Trins (1235 m) zum Padasterjochhaus (2232 m). Nach einer kurzen Rast wurde der beschwerlichere Weg zur Hammerspitze (2634 m) überwunden. Der Rückweg unter der Leitung eines Bergführers führte die Gruppe auf unmarkiertem Weg über die Wasenwand (2463 m) und (wieder markiert) über den Foppmandl (2412 m) zum Padasterjochhaus und nach der Mittagsrast weiter nach Trins.
Der Omnibus brachte unsere Gruppe zum Parkplatz "Waldesruh" in 1439 m Höhe im Obernbergtal. Von hier aus wanderte die Gruppe auf dem Fahrweg zum Obernberger See (1594 m), wo ein "erfrischendes" Bad bei ca. 12 bis 15 Grad Wassertemperatur genommen werden konnte. Nach der Mittagsrast wurde die Wanderung entlang des Sees zur Kapelle Maria am See fortgesetzt. Der Weg der guten Geher führte an der Seealm vorbei über die Seeterrasse, den Seesteig und die Alm "Äußere Wildgrube" (1674 m) zurück zum Parkplatz, während die andere Gruppe "nur" den Seerundweg lief und anschließend durch ein Blumenmeer über den Wiesenweg zum Parkplatz abstieg.
Außerdem stand am diesem Abend das WM-Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Italien auf dem Programm.
Die Almenwanderung fand am Mittwoch statt und führte die sportlichen Wanderer von Navis (1337 m) über die Peeralm (1663 m, geschlossen) zur Klammalm (1947 m). Nach der Mittagspause wurde der Rückweg über die Poltenalm (1880 m) und Naviser Hütte (1767 m, geschlossen) nach Navis angetreten. Währenddessen "versuchte" sich die zweite Wandergruppe auf dem Rundweg unterhalb der Naviser Hütte und der Höhe 1762 zur Weinrichalm (ca. 1600 m), die aber ebenfalls geschlossen war. Nach einer kurzen Rast wurde der Ausgangspunkt entlang des Weirichbaches erreicht.
Am Donnerstagmorgen wurde aufgrund der Wettervorhersage und des am Abend geplanten Hüttenabends die Gilfenklamm bei Sterzing besichtigt. Der Ausgangspunkt war der Ort Stange/Ratschings und führte die Wandergruppe ca. 45 Minuten Klamm aufwärts zum Parkplatz Jaufensteg. Als dieser erreicht war, hatte die Gruppe ca. 175 Höhenmeter überwunden. Die Gilfenklamm ist tief in reinweißem Marmor eingeschnitten; allerdings ist die Oberfläche meist dunkel und oft grün schimmernd, was auf Verwitterung zurück zu führen ist. Die Klamm wurde 1893 bis 1895 erschlossen, am 02.08.1896 eröffnet und am 25.07.1898 eingeweiht worden. 1961 erfolgte die Wiederinstandsetzung durch den Verschönerungsverein Ratschings und die Wiedereröffnung.
Nach der Gilfenklamm stand die Stadtbesichtigung von Sterzing auf dem Programm, wie und in welcher Form war jedem Teilnehmer selbst überlassen.
Einer der Höhepunkte dieser Wanderwoche war der Hüttenabend am Donnerstagabend im Gasthaus "Lapones Alm", der sich sehen lassen konnte. Mit dem Omnibus fuhr die Gruppe ins hintere Gschnitztal bis zum Gasthaus "Feuerstein" (1281 m), wo derzeit ein Mühlendorf entsteht, das in absehbarer Zeit zu besichtigen ist. Ab hier bestand die Möglichkeit bis zum Gasthaus "Lapones Alm" (1487 m) zu laufen oder mit dem Hüttentaxi zu fahren; das gleiche galt auch für den Rückweg.
Der Freitag war zum Ausklang der Wanderwoche noch einmal ein gemütlicher Tag und führte die Wandergruppe ins Schmirntal. Vom gemeinsamen Ausgangspunkt Rohrbach (ca. 1400 m) führte der Wanderweg der guten Geher die Markierung "70" (bis auf ca. 1700 m), an der "Kalten Herberge" (1569 m) vorbei nach Toldern (1462 m), während sich die andere Wandergruppe an den Weg Nr. 69 ( bis ca. 1550 m Höhe) hielt und durch die Holzebensiedlung ebenfalls den Ort Toldern erreichte. Nach der Mittagspause im Gasthaus "Olpererblick" (der Olperer konnte wegen aufziehender Wolken nicht gesehen werden) wurde die letzte und einzige restaurierte Stockmühle Tirols sowie der Alpengarten besichtigt. Danach wurde die Rückreise ins Gschnitztal angetreten.
Am Samstag war die Woche leider wieder vorbei und die Heimreise wurde angetreten. Nach dem Gruppenfoto führte der Weg durch das Wipptal nach Innsbruck und den Zirler Berg nach Garmisch-Partenkirchen.
Ein Zwischenstopp als Mittagsrast wurde in Oberammergau eingelegt; die Besichtigung des Ortes war jedem Teilnehmer freigestellt.
Die Abschlusseinkehr im Gasthaus "Adler" in Mittelbiberach beendete die Wanderwoche 2006 mit dem Dank an die glücklichen und zufriedenen Teilnehmer und die Wanderführer.

 Weitere Auskünfte und Ansprechstelle: info@albverein-riedlingen.de
 

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