Die Wanderwoche 2000 fand mit 29 Wanderfreunden in Südtirol
statt. Unser Standquartier hatten wir im sehr guten Hotel „Innerhofer" in Gais
bei Bruneck, wo nach dem Bezug der Zimmer ein Spaziergang in der Umgebung der
Unterkunft zur Einstimmung auf die Wanderwoche erfolgte.
Die erste Wanderung führte uns zum Ausgangspunkt Plätzwiese
von der die eine Gruppe den Dürrenstein „erklomm", während die Anderen über die
Dürrensteinhütte zum Strudelkopf „spazierte". Mit einem wunderschönen Ausblick
auf die umliegenden Alpen konnten wir den ersten Tag beschließen.
Auch der zweite Tag ging für uns in den gleichen Bereich,
allerdings konnte jetzt die gesamte Gruppe bei der Umrundung der Drei Zinnen
zusammenbleiben. Dieser Bereich ist nicht nur wegen der herrlichen Landschaft
sehenswert. Hier verlief im 1. Weltkrieg auch die Kampflinie zwischen
Österreich/Südtirol und Italien, so dass die damaligen Schützenlöcher und
Kampfstände heute noch zu sehen sind.
Der dritte Tag fand im Reintal statt. Von Rein machte die
erste Gruppe die Überquerung über die Kofleralm, an den Koflerseen vorbei ins
Reintal. Die zweite Gruppe erreichte über die Durra-Alm die Knuttenalm und
marschierte durch das Reintal zurück zum Ausgangspunkt, wo die erste Gruppe
erwartet wurde.
Der Kronplatz, ein herrliches Skigebiet vor den Toren
Brunecks, war unser gemeinsames Ziel für den 4. Tag. Hier konnte man sehen, wie
der Mensch die Natur verunstaltet, um seinem Vergnügen zu frönen.
Am vorletzten Tag wurde das italienisch/österreichische
Grenzgebiet erwandert. Von Sexten aus ging es mit der Großkabinenbahn zum
Hasenköpfl. Die Wanderstrecke führte uns dann gemeinsam an der Hahnspielhütte
vorbei mit mehreren Grenzübertritten zur Sillianer Hütte, die sich auf
österreichischem Staatsgebiet befindet. Auf dem gleichen Weg zurück fand sich
eine Gruppe, die den Umweg über den Helm mit seinem ehemaligen Zollhaus machte.
Bevor die Rückfahrt ins Tal angetreten wurde, haben die Teilnehmer den
ausgezeichneten Blick über die sehenswerte Alpenregion genossen.
Der Abschluss der Wanderwoche fand im Weißenbachtal statt, wo
die Wanderer von Althaus zur Tratter-Alm aufstiegen. Die „guten" Wanderer
schafften es noch bis zur Göge-Alm, da der gleiche Weg wieder zurückführte. Ein
paar „Unentwegte" marschierten über die Alte Chemnitzer Hütte und am
Neves-Stausee entlang nach Oberlappach, wo sie abgeholt wurden.
Mit einem „zünftigen" Abend in unserem Standquartier ließen
wir die zurückliegende Woche nochmals „Revue" passieren. Diese Woche wird vielen
Teilnehmern unvergesslich bleiben, da sie nicht nur ein abwechslungsreiches
Programm bot, sondern auch wegen der wunderschön blühenden Natur, der herrlichen
Aussichten und dem recht guten Wetter mit teilweise sehr guten Fernsichten in
der Erinnerung haftet.
Mit einem gemeinsamen Essen und dem Dank an den Wanderführer
Alfred Sauter für die gelungene Woche fand die Wanderwoche ihr Ende.