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Schwäbischer Albverein e.V.
Ortsgruppe Riedlingen
 

Familienabend am 06.11.2010

Auch in diesem Jahr wurde der schon traditionelle Brauch, gegen Ende des Wanderjahres den Rucksack und die Wanderschuhe in die Ecke zu stellen und einen Abend zu gestalten, bei dem die Möglichkeit besteht, aktive und passive, ältere und jüngere Mitglieder zu ein paar gemeinsamen und vergnüglichen Stunden zusammen zu führen, fortgesetzt. Er wurde erstmals in der "Silberdistel" im Hotel "Brücke" durchgeführt. Der Familienabend, mit einem durch eigene Kräfte gestalteten Programm, hat im jährlichen Veranstaltungskalender immer einen hohen Stellenwert besessen. Trotz der bekannten Schwierigkeiten ist es unter großen Bemühungen wieder gelungen, diesen Brauch und damit dem Wunsch der Mitglieder nachzukommen.

Nach dem Musikstück von Alleinunterhalter Benno Baier aus Göffingen folgte das gemeinsam gesungene Albvereinslied.
Besonders willkommen waren die Jubilare mit ihren Angehörigen, mit dabei auch das hochgeschätzte Ehrenmitglied und Ehrenvertrauensmann Klemens Sauter. Leider konnte aus unterschiedlichen Gründen niemand vom Gauvorstand des Donau-Bussen-Gaus begrüßt werden. Schlussendlich begrüßte der Vertrauensmann Irmgard Gegier, die die Gesangnummern am Klavier begleitet und Benno Baier, der den Familienabend musikalisch begleitete.

Wandern heißt, die Welt entdecken; es heißt nicht, nur die Füße vor einander zu setzen und dem Wanderführer nach zu laufen. Wandern besitzt eine eigene Qualität, die Qualität des Erfahrens, des Entdeckens, des Erkennens. Wandern heißt, sich wohl zu fühlen, viel zu erleben und zu erfahren, erfüllt zu werden vom Leben und Treiben der Menschen ringsum. Mit diesen und weiteren Ausführungen ging  der 1. Vorsitzende auf  den Zusammenhang von Wandern und Identität mit der Heimat sowie der Natur und deren Erhaltung ein. Es bedeutet aber auch Naturerlebnis in der Gemeinschaft, sinnvolle Freizeitgestaltung und Erleben der kulturellen Vergangenheit, denn Vergangenes ist die Quelle des Zukünftigen. Dies alles bedeutet, dass die Natur als Ort der Erholung, als seelische und geistige Kraftquelle die Möglichkeit bietet zu sich selbst zu finden. Der Schwäbische Albverein ist einer der Vereine, die aufgerufen sind, alles Erdenkliche zur Wahrung der Schöpfung zu tun um sie den Enkeln und Urenkeln zu erhalten.
Sein Fazit war, dass man die Zeit nutzen muss soweit die Kräfte reichen, um die Natur zu erleben; denn Bewegung tut gut und ist gesund! Die rund 40 Veranstaltungen der Ortsgruppe Riedlingen leisteten in diesem Jahr wieder ihren Beitrag.

Anschließend trug Alfred Sauter das Gedicht „Herbstlich sonnige Tage" von Emanuel Geibel (1815-1884) und zeigte mit dem Gedicht "Gemeinschaft" auf, dass alles nur gemeinsam zu meistern ist.

Matthias Schalkham präsentierte den Vortrag "der Auffahrunfall". Dabei ging um die Stellungnahme zu einem Unfallbericht, den die Versicherung vom Unfallgegner abverlangt hatte; die Geschichte beruhte auf einer wahren Begebenheit.

Der Gesangvortrag von Solist Alfred Sauter mit dem Lied „Ännchen von Tharau", am Klavier begleitet von Irmgard Gegier, brachte gute Stimmung in der voll besetzten "Silberdistel" auf und erntete dafür viel Beifall.

Mit dem Dank für die Treue und Unterstützung wurden die Ehrungen vom 1. Vorsitzenden Helmut Emrich und seinem Stellvertreter Josef Soukup vorgenommen. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Hildegard Früh, Bodo Georg und Erwin Seif, für 40-jährige Mitgliedschaft Elisabeth Hänle, Gerhard Kempe, Rosemarie Kraljic-Gröber, der kürzlich verstorbene Ernst Panzer und Bernd Sauter (nahm der Vater entgegen), für 50-jährige Mitgliedschaft Christian Bürk, Erwin Frei, Karl Glanz, Walter Rebholz und Rolf Riester, für 60-jährige Mitgliedschaft Emil Baier und Margarete Götz mit Treue-Abzeichen und Urkunde des Schwäbischen Albvereins und einem kleinen Geschenk der Ortsgruppe geehrt. Der Vertrauensmann teilte den Anwesenden mit, dass die Ehrungen bei denen, die nicht anwesend sein konnten, zu Hause nachgeholt wird.

Der zweite Teil des Unterhaltungsabends eröffneten nach einem weiteren Musikstück Elfriede und Erwin Seif mit dem Sketsch „s'dritt Weckle". Damit zeigten die Darsteller, welchen Ehekrach ein vermeintlich gegessener Wecken herauf beschwören kann und was alles zu tun ist, um den "Ehefrieden" wieder herstellen.

 Leider musste in diesem Jahr erstmals auf den heiter-humorvollen Vortrag, vor allen Dingen über die Geschehnisse während der Wanderwochen von Paul Grimm genauso verzichtet werden wie im ersten Teil auf die gern gehörten Vorträge von Traude Brummund. Es ist beiden aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, mit ihren Beiträgen den Familienabend zu unterstützen. Für ihre bisherigen Leistungen dankte Ihnen Helmut Emrich ausdrücklich.

Elfriede Sautter brachte mit ihrem Vortrag „Bettflasch" die Anwesenden zum Lachen, als sie erfuhren, dass man eine Bettflasche auch mit heißer Fleischbrühe füllen kann und erinnerte mit dem Gedicht "Im November" an die bevorstehende Jahreszeit.

Der Höhepunkt des Familienabends war die abschließende Gesangnummer. Alfred Sauter und Erwin Seif, wieder am Klavier begleitet von Irmgard Gegier, beendeten mit dem Lied "Langer Franz, kleiner Hans" einen schönen Abend in einer neuen Umgebung. Für diesen wohlklingenden Abschluss durften sie den verdienten Beifall entgegennehmen. Zum Abschluss dankte der Vertrauensmann allen Mitwirkenden des Abends und denen herzlich, die zum Gelingen des schönen Abends beigetragen haben.

Die musikalische Unterhaltung von Benno Baier rundete im Anschluss den Abend ab, welches einige Stunden verbindender Zusammengehörigkeit vermittelte.

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