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Wanderwoche 2009 in der Südeifel
vom 12. bis 19.07.2009
Die Anreise mit 45 Teilnehmern erfolgte am 12.07. von
Riedlingen über Reutlingen und Stuttgart nach Karlsruhe. Wörth, Landau/Pfalz,
Pirmasens, die A 62, A 1 und A 602 bis Trier sowie die B 51 und B 418 waren die
weiteren Stationen nach
Bollendorf. Die
Gruppe wurde bereits mit Kaffee und Kuchen vom sehr guten Hotel „Ritschlay",
unserem Standquartier, erwartet. Danach erfolgte die Erkundung des Ortes, der
für die nächsten acht Tage die „Heimat" war.

Aufgrund der Wettervorhersage für die nächsten Tage wurde
am Montag die Wanderung durchgeführt, bei der sich die Gruppe am meisten
außerhalb von Sonnenschutz spendenden Einrichtungen oder Waldungen war. Der
Ausgangspunkt der Wanderung zur Querung der Moselschleife bei Mehring musste
allerdings verschoben werden, da der vorgesehene Parkplatz an der Straße L 48
von Bekond nach Thörnich nicht mehr existierte. So begann die Wanderung für
beide Gruppen am Ortsanfang von Ensch und führte stetig ansteigend auf dem
Jakobsweg zum Zitronenkärmerkreuz, Hundsbuckel zum Landwehrkreuz am Hummelsberg.
Hier trennten sich die Gruppen. Die eine Gruppe folgte dem Moselhöhenweg über
den Mehringer Berg und Rupperoth nach
Schweich,
während die zweite Gruppe den kürzesten Weg durch den Schweicher Stadtwald und
Rupperoth nach Schweich nahm.

Am Dienstag hatte sich die Gruppe die Stadt
Luxemburg
vorgenommen. Nach einer kurzen Busfahrt durch das
Müllerthal
als Zentrum der Kleinen Luxemburgische Schweiz, mit seinen bizarren
Felsformationen erwartete die Stadtführerin die Gruppe bereits am Place de la
Konstutition zu einer kombinierten 2-stündigen Stadtrundfahrt/-gang, die sehr
informativ war. Sie zeigte und erklärte das Bahnhofsviertel, die
Festungsüberreste, das Regierungsviertel, die Altstadt, das Bankenviertel und
den Stadtteil Kirchberg mit dem Europaviertel. Beim Rundgang gab sie Erklärungen
zur Kathedrale, zum Großherzoglichen Palast und der Abgeordnetenkammer, zum
Rathaus, zum Place Guillaume II und zum Place d’Armes. Danach standen noch
einige Stunden in der Stadt zur freien Verfügung, bevor die Rückfahrt angetreten
wurde.

Der Mittwoch stand im Zeichen des Ruhetages für den
Busfahrer. Deshalb war an diesem Tag eine Wanderung in die
Kleine Luxemburgische Schweiz
vorgesehen. Die Wanderung führte vom Hotel „Ritschlay" durch Bollendorf und über
die Sauerbrücke zur Kalekapp, einem sehr interessanten Felsenlabyrinth. Die
erste Gruppe folgte dem Wanderweg B 8 bis Casselt und dann dem B 2 an den
Felsformationen Adlerhorst, Teufelsinsel und Räuberhöhle nach Berdorf, während
die zweite Gruppe bis zum Waldrand aufstieg und dann der Markierung B 15 und,
immer am Waldrand entlang, später der Markierung B 2 bis nach Berdorf folgte.
Dort trafen sich beiden Gruppen wieder und wanderten gemeinsam auf der
Markierung „stilisiertes M" und E 1 für den
Müllerthal-Trail
zum Amphitheater und Hohllay. Diesem Weg weiter folgend erreichte die Gruppe
nach den Felsmassiven Perekop, Labyrinth und der imposanten Wolfsschlucht sowie
der Schutzhütte und Aussichtspunkt oberhalb von Echternach den Bahnhof von
Echternach.
Einige wenige machten sich zu Fuß auf den Rückweg entlang der Sauer nach
Bollendorf. Der Großteil der Gruppe nutzte den etwa halbstündig verkehrenden
Omnibus sofort oder nach einer Besichtigung von Echternach nach Bollendorf.

Eine
Schifffahrt auf
der Mosel und eine Stadtführung in Trier
standen am Donnerstag auf dem Programm. Nach 2 ½-stündiger Fahrt von Leiwen an
Trittenheim, Neumagen-Dhron, Piesport, Minheim, Wintrich mit der Staufstufe,
Kesten, Brauneberg, Mülheim und Lieser vorbei wurde
Bernkastel-Kues
mit der Burg Landshut erreicht. Hier erwartete der Bus die Gruppe um sie nach
Trier zur Stadtbesichtigung zu bringen. Die Porta Nigra war der Startpunkt für
die zweistündige Führung in der ältesten Stadt Deutschlands mit ihrer über
2000-jährigen Geschichte, die zuerst als Rundfahrt mit den Sehenswürdigkeiten
Porta Nigra, dem Fischerviertel Zurlauben, Moselkrahne, Barbarathermen,
Karl-Marx-Haus und Kaiserthermen begann. Von hier aus erfolgte der Rundgang in
zwei Gruppen an und in der Konstantin Basilika. Der Rundgang setzte sich über
das Kurfürstliche Palais und den Palastgarten, den Roten Turm und dem
Eingangsportal zum erzbischöflichen Komplex, das Palais Kesselstatt und das
Bischöfliche Museum zum Dom mit Domstein und zur Liebfrauenkirche fort.
Schlusspunkt der Führung war der Hauptmarkt mit der Kirche St. Gangolf, dem
Petrusbrunnen, der Steipe (Repräsentationsbau von St. Gangolf) das Marktkreuz
und den Häuser aus fast allen Stilepochen. Danach stand der Gruppe noch ca. 1 ½
Stunden zur freien Verfügung bevor wieder zum Hotel zurück gefahren wurde.
Im
Naturpark Südeifel
sind als herausragende Sehenswürdigkeiten die Irreler
Wasserfälle
und die
Teufelsschlucht
benannt. Zu diesen und noch weiteren Zielen führte die Wanderung am Freitag.
Beginn war an den Irreler Wasserfällen, die eigentlich gar keine Wasserfälle
sondern nur Stromschnellen sind. Von hier stieg der Wanderweg stetig bergan und
endet am nur ca. 1 m breiten Eingang zur Teufelsschlucht. Diese imposante und
bizarre Felsenwelt sollte alle Versprechen halten und so konnten sich die
Wanderer auf einen beeindruckenden Tag freuen. Die Wanderung führte nach der
Teufelsschlucht immer am Rande des
Ferschweiler Plateaus
entlang bis zur Liboriuskapelle oberhalb von Echternach. Von hier stieg ein
kleiner Teil der Gruppe zur weiteren Besichtigung nach Echternach ab, während
die anderen auf dem Roten und Gelben Felsenweg am Falkenlay und den
Schweineställen vorbei das Schloss Weilerbach erreichten. Hier endet für den
Großteil der Gruppe die Wanderung. Einige wenige wanderten zum Diana-Denkmal und
auf dem Diana-Weg mit Teufelsloch, Artistenplatz und Hunolay zum Hotel nach
Bollendorf zurück.

Der Samstag als letzter Tag war zum „Auslaufen" auf dem
Ferschweiler Plateau mit seinen
Naturdenkmälern
geplant. So führte die Wanderung vom Hotel aus am Hunolay und Artistenplatz
vorbei zu den Kiesgräber, auf dem Weg 9 zum Druidenstein und zum Waldsportplatz.
Über den Weg A erreichte die Gruppe das Fraubillenkreuz, weiter auf dem Weg 7
zur Klause Schankweiler und zur Wikingerburg. Der weitere Weg führte die Gruppe
ein Stück auf dem Jakobsweg, dann Weg 34 und schließlich auf dem Weg 33 zur
Madonna im Stein und zum Sonnenlay bevor das Hotel auf dem Weg 31 wieder
erreicht wurde. Die zweite Gruppe nutzte den Bus und fuhr über Ferschweiler zum
Parkplatz mit Schutzhütte am Waldrand. Von hier wanderte die Gruppe auf dem Weg
9 zur Wikingerburg und auf dem Jakobsweg zum Fraubillenkreuz. Der Weg 33 führte
sie ebenfalls zur Madonna im Stein, zum Sonnenlay, durch die Wolfsschluff und
oberhalb von Bollendorf an den Felsformationen vorbei zum Bildcheslay,
Artistenplatz und Hunolay zurück zum Hotel.

Am Sonntag stand leider schon wieder das Ende der
Wanderwoche auf dem Programm. Nach dem Frühstück und dem Verladen des Gepäcks
wurde die Rückreise angetreten. Ein letzter Halt war in Bernkastel vorgesehen,
da dieser Ort mit seinem alten Ortskern einen ca. 1 ½-stündigen Aufenthalt
gerechtfertigt und der Aufenthalt nach der Schiffahrt auf der Mosel am
Donnerstag aus Zeitgründen nicht eingeplant werden konnte. Danach wurde die
Fahrt über den Hunsrück und die Autobahn ab Rheinböllen nach Mannheim,
Heilbronn, Stuttgart und über Reutlingen weiter nach Riedlingen fortgesetzt. Die
Abschlusseinkehr im Gasthaus „Rosengarten" in Riedlingen beendete die
Wanderwoche mit dem Dank an die glücklichen und zufriedenen Teilnehmer und die
Wanderführer. Das Fazit: Die Südeifel muss man gesehen haben !

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